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Bending the Rules – Mending the Rules: Zu den „Standards guter wissenschaftlicher Praxis“ in künstlerischer Forschung
Mitgliederversammlung der gkfd & Le petit TV-Show

– verschoben auf Frühjahr 2022 / postponed to spring 2022


Bending the Rules – Mending the Rules: Zu den „Standards guter wissenschaftlicher Praxis“ in künstlerischer Forschung

Es geht um die Standards oder Regeln künstlerischen Forschens, die gute wissenschaftliche Praxis oder auch – um mit Deleuze zu sprechen – die „Methode der Dramatisierung“. Das Thema ist ebenso (erkenntnistheoretisch) absurd wie (hochschulpolitisch) notwendig und wir behandeln es entsprechend ebenso ernst wie ironisch. Künstlerisch Forschende sehen sich einem permanenten Verdacht von verschiedenen Seiten ausgesetzt – nicht künstlerisch genug (weil nicht ausschließlich sich selbst zum Zweck habend) und nicht wissenschaftlich genug (weil zu ästhetisch und praktisch). Nun geht es darum, den Verdacht selbst zu erhärten und die Anklagen damit konsequent zu untergraben. Die Frage ist nicht, was künstlerische Forschung ist, sondern wie sie möglichst viel sein kann. Wie lässt sich mit Erkenntnis die Kunst aufmischen und wie mit der Praxis das akademische Korsett sprengen? Im Rahmen unserer petit TV-Show werden verschiedene Einblicke auf die besonderen Möglichkeiten und die besonderen Herausforderungen der künstlerischen Forschung ‚erörtert‘. Auch die Form ihrer Erörterung (und Verortung) selbst und die Form des sie verhandelnden Gespräches oder Zeigens werden zum Medium einer Verhandlung über „Standards guter wissenschaftlicher Praxis“ in künstlerischer Forschung.

Wir machen eine TV-Show, mit Gästen vor Ort im Studio, Live-Schalten an andere Orte und vorproduzierten Beiträgen. Durch deren Abmischung werden nicht starre Positionen ausgetauscht, sondern ein Kaleidoskop von Ideen oder auch spontanen Einfall-„Blitzen“ entsteht. Gute Erfahrungen oder verwirrende Beispiele können gezeigt oder formuliert werden, denn die künstlerische Forschung ist ja schon da und ihre Kasuistik der Fallbeispiele kann namhaft und sichtbar gemacht werden. Die petit TV-Show 2021 bereitet eine grand Jahrestagung 2022 vor, die auch Dinge sichtbar machen will. Wie andere „Disziplinen“ auch, werden wir dann auf unserer Jahrestagung 2022 die Ergebnisse unserer Forschungsprojekte austauschen. Ein call wird künstlerisch Forschende (Mitglieder der gkfd oder solche, die Mitglied werden wollen) einladen, sich zu bewerben (mit oder ohne Institution im Hintergrund). Eine „peer-group“ wählt aus den Einreichungen aus. Präsentiert und verhandelt werden die Forschungsprojekte entsprechend ihrer medialen Praktiken (als Ausstellungsbeitrag, Installation, Performance, Soundpiece, Vortrag, Lesung usw.).


Sandeep Bhagwati,
Komponist, Medienkünstler, Professor an der Concordia University Montréal / Elke Bippus, Kunsttheoretikerin, Professorin für Kunsttheorie und Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste / Kathrin Busch, Philosophin, Professorin für Designtheorie an der Universität der Künste Berlin / Lilian Engelmann, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin / Clara Herrmann, Junge Akademie der Akademie der Künste, Berlin / Julian Klein, Institut für Künstlerische Forschung, Berlin / Hanne Loreck, Kunstwissenschaftlerin, Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaften/Gender Studies an der HFBK Hamburg / Elke aus dem Moore, Akademie Schloss Solitude, Stuttgart / Rabih Mroué, Theaterregisseur, bildender Künstler und Dramaturg, Berlin.

Anke Haarmann, Philosophin, Künstlerin, Designtheoretikerin, Professorin für Designtheorie und Designforschung an der HAW Hamburg / Michaela Melián, Künstlerin, Musikerin, Professorin für zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg / Mathias Zeiske, Leitung Literaturprogramm Haus der Kulturen der Welt, Berlin und Mitherausgeber der Buchreihe Volte bei Spector Books, Leipzig / Alice Lagaay, Professorin für Ästhetik und Kulturphilosophie an der HAW Hamburg / Tom Bieling, Post-Doc am Zentrum für Designforschung der HAW Hamburg / Torben Körschkes, Petja Ivanova, Frieder Bohaumilitzky, Christine Rafflenbeul, Stefan Troschka, Barbro Scholz, Kristin Kuldkepp, alle PhD Kandidat:innen am Zentrum für Designforschung der HAW Hamburg.